Dr. Gourdarzis Fachgebiet Implantologie

Als Implantologe sieht Dr. Gourdarzi in der gesamten Implantologie ein großes Potential, da es durch den demografischen Wandel immer mehr ältere Menschen gibt, die einen festen Zahnersatz benötigen, denn insbesondere der Anteil bei den über 65-jährigen ist stark steigend. Ergänzend zur Implantologie ist die Endodontologie, die sich mit der suffizienten Wurzelfüllung beschäftigt, sehr hilfreich, um im Alter dem Zahnverlust vorzubeugen.

Zirkon- oder Titanimplantate

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Implantatarten – einerseits die Zirkonimplantate und andererseits die Titanimplantate. Dabei verwendet Herr Gourdarzi bei ca. 80 bis 85% seiner Patienten die Titanimplantate, wo aber im Vorfeld eine Titanunverträglichkeit überprüft werden muss. Sollte eine Titanunverträglichkeit vorliegen, wird empfohlen, zunächst einen sogenannten Titanstimulationstest durchzuführen, um herauszufinden, ob wirklich eine Titanallergie vorliegt. Ist dies der Fall, ist eine Implantierung mit Zirkon insbesondere im vorderen Schneidezahnbereich eine sehr gute Option. Derzeit gibt es aber noch keine evidente Studie darüber, ob Implantate aus Zirkon wirklich die gleiche Lebensdauer aufweisen und ob sie die gleiche Nachhaltigkeit besitzen. Zudem ist die Anzahl der Patienten mit einer Titanunverträglichkeit mit nur ca. 0,5% verschwindend gering.

Implantatverlust und Gegenmaßnahmen

Parodontologische Schäden oder auch Zahnverlust können auf mehrere Ursachen zurückgeführt werden. Laut Herrn Gourdarzi ist immer der Patient als Ganzes zu betrachten, um die Gründe herauszufinden. Die Ursachen für parodontologische Schäden können entweder vom Zahnarzt verursacht werden oder durch den Patienten selbst. Oft ist eine unzureichende oder zu komplexe Beratung, die den Patienten überfordert, ein Grund für Implantatschädigungen. So kann es passieren, dass der Patient die Empfehlungen des Zahnarztes nicht richtig oder nur teilweise befolgt und so eine mangelnde Mundhygiene entsteht. Wenn dann ein neuer Zahn implantiert werden soll, kann es passieren, dass die sich noch im Mund befindenden Bakterien tiefer in den Mund vergraben werden. Da der implantierte Zahn nicht über ein natürliches Immunabwehrsystem verfügt, führt dies im schlimmsten Fall zu einer Periimplantitis mit nachfolgendem Implantatverlust. So etwas kann durch eine engmaschige Betreuung durch den Zahnarzt im Vorfeld und auch während der Behandlung vermieden werden. Es muss vieles von vornherein mitberücksichtigt werden. So spielt z.B. der Tabakkonsum eine Rolle, aber auch die Knochenqualität und der Biotyp des Patienten, der Auskunft über die Schleimhautbeschaffenheit des Patienten gibt. Dementsprechend können Patienten als dicke oder dünne Biotypen eingestuft werden. Letztere und solche mit parodontologischen Vorerkrankungen müssen besonders engmaschig alle paar Monate betreut werden. Zudem muss die Implantatlänge, die Implantatgröße und der Implantatdurchmesser geplant werden. Entscheidend ist auch der exakte Ort des Implantats, damit dieses nicht zu nahe an den Nerven liegt. Äußerst wichtig, über die eigentliche Behandlung hinaus, ist der sogenannte Recall, also die Nachbehandlung. Es gibt einen sehr geringen Anteil an Patienten, der unter einer sehr aggressiven Parodontitis leidet. Diese Leute müssen natürlich besonders sorgfältig betreut werden, so Dr. Gourdarzi. Ehrlichkeit und eine enge Betreuung gegenüber den Patienten sind für ihn das Wichtigste, betont er.

Den Zahn durch bestimmte Implantate schützen

Es wird heutzutage natürlich auch versucht, den natürlichen Zahn mit einem Implantat so naturgetreu wie möglich nachzustellen. So hat der natürliche Zahn beispielweise eine Art Widerstandscharakter, sodass er beim Essen leicht nachgibt. Noch gibt es dafür keine evidenten Studien, sagt Gourdarzi, man habe aber bei maschinierten, sprich nicht angerauten Implantaten herausgefunden, dass diese zur Mundhöhle hin geöffnet und an bestimmten Oberflächen zur Schleimhaut hin eine bessere Adhäsion aufweisen. An diesen Stellen ist das Implantat durch ein strafferes Bindegewebe besser geschützt und der Zahn ist weniger reizanfällig und somit auch vor Mokusitis (Zahnfleischerkrankungen) und Periimplantitis (Zahnfleischerkrankungen bei Implantaten) sicherer.

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